Vortrag bei GAM, 13. Jänner 2016

Clemens Ottawa: Gezielter Einsatz tertiärer Medien in der Unterrichtssituation und die Etablierung der Mediendidaktik

Moderation: Johannes Mattes

Abstract:
Medienunterstützer Unterricht, ist heute nicht mehr aus den Klassenzimmern wegzudenken und natürlich hat hier vor allem der Bereich der tertiären Medien, also jener, die auf Seiten des Produzenten einen Sender und auf Konsumentenseite einen (technischen) Empfänger benötigen stark zugelegt. TV, Rundfunk, Film, CD-Rom, DVD und Internet gehören diesem Teilbereich an. Vor allem im Geschichtsunterricht (und hier vor allem ab der gymnasialen Oberstufe) wurde schon längst erkannt, dass „Anschauungsunterricht" nicht nur die Medienkompetenz (im Bereich der Filmsprachen-Analyse)    schult, sondern eben auch Informationsvermittlung von großer Tragweite mit sich bringt.

Im zweiten Teil wird der sukzessiven Etablierung der Mediendidaktik, die sich vor allem mit der Funktion und der Bedeutung von Medien (und Medieneinsatz) im Lehr- und Lernprozess beschäftigt, von ihren Anfängen, bis hin zum gegenwärtigen Verständnis / und der aktuellen Nutzung nachgegangen werden. Seit den 1960er Jahren rückten mediendidaktische Fragen mehr und mehr in den Vordergrund einer neuen Unterrichtsgestaltenden Diskussion. Das wissenschaftliche und praktische Interesse widmete sich zunehmend der Vermittlungsrolle.

Bis heute ist die Positionierung der Mediendidaktik nicht gänzlich geklärt und so wird sie allgemein als Teildisziplin der (handlungsorientierten) Medienpädagogik begriffen, was des Weiteren auch die Medienerziehung, sowie die informations-, medien- oder kommunikationstechnische Bildung impliziert.

Zur Person:
Clemens Ottawa, 1981 geboren. Studien der Sprach- und Literaturwissenschaften und der Deutschen Philologie und Geschichte. Selbstständige Publikationen im Sachbuch- und Belletristikbereich. Zweimaliges Wissenschaftsstipendium der Stadt Wien.