Vortrag bei GAM, 11. Dezember 2019, 18.30 – 20.00 Uhr, HS 30

Jour fixe des Instituts für die Erforschung der Frühen Neuzeit in Kooperation mit Geschichte am Mittwoch

Ulrich Friedrich Opfermann (Köln): Sinti im frühneuzeitlichen Militär- und Policeydienst. Quellen und Überlieferungsbildung

 

Jour fixe des Instituts für die Erforschung der Frühen Neuzeit in Kooperation mit Geschichte am Mittwoch

Ulrich Friedrich Opfermann (Köln): Sinti im frühneuzeitlichen Militär- und Policeydienst. Quellen und Überlieferungsbildung

 

Moderation: Stephan Steiner

 

Abstract:

Der Autor thematisiert die Präsenz der Sinti-Minderheit im frühneuzeitlichen Militär- und Policeydienst des 17. und 18. Jahrhunderts.

Er untersucht die Überlieferungsbildung und deren Wandel und fragt nach den ihr zugrundeliegenden Quellen. Er stellt dem jüngere auf dem handschriftlichen Primärquellenmaterial basierende Untersuchungsergebnisse an die Seite, referiert und erweitert damit den bisherigen Befund. Er beschreibt den Einbezug von Sinti ins mittel-, west- und nordeuropäische Militär auf unterschiedlichen Hierarchiestufen und in einer Vielfalt militärischer Verwendungen und dessen Auslaufen im Zuge der Verstaatlichung des Militärs im Laufe des 18. Jahrhunderts. Dabei kommen die wechselseitigen Kontakte und Konsensbeziehungen zwischen Angehörigen der Minderheit und der Untertanenschaft zur Sprache, wie sie zahlreich in den Quellen dokumentiert sind, darunter auch Übergänge aus der Minderheit in die Untertanenschaft.

Der Vortrag geht auf die Differenzierungen innerhalb der Sinti-Gruppen im mitteleuropäischen und im westeuropäischen pfälzisch-lothringischen Übergangsraum ein.

 

Zum Vortragenden:

Ulrich Friedrich Opfermann, Historiker, Dr. phil., Forschungs- und Publikationstätigkeit zur Geschichte der mitteleuropäischen Roma, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Archivs und Dokumentationszentrums des Rom e. V., Köln, Referenten-, Ausstellungs- und Publikationstätigkeit für das Dokumentationszentrum Deutscher Sinti- und Roma, zahlreiche Veröffentlichungen.