Lectures at GAM, 28th November 2018

Richard Uche Ozoude (Mondsee): Nigeria heute

Richard Uche Ozoude (Mondsee): Nigeria heute

 
Moderation: Alfred Kohler
 
Abstract:

Es ist eine Tatsache, dass das Thema „Migration“ in der westlichen Welt nicht nur sehr aktuell, sondern auch ein heißes und politisches Thema geworden ist. Darüber hinaus hat die jetzige Fluchtsituation die politische Atmosphäre unserer Gemeinschaft beeinflusst, da diesbezüglich viele Fragen und Sorgen auftauchen. Wolf Krug und Marlene Barnard schreiben: „In vielen Regionen der Erde sind Flucht und Migration seit Langem ein verbreitetes Phänomen, von dessen Auswirkungen Europa lange Zeit weniger betroffen war als andere Weltregionen.“ (Wolf Krug, Marlene Barnard: Flucht und Migration in Afrika Ursachen, Umfang und Herausforderungen; www.hss.de/fileadmin/media/downloads/Publikationen/160712_AMEZ_18_Afrika_1..pdf).
Aufgrund der Migrationskrise haben viele Menschen Angst vor der Zukunft. Afrika kommt angesichts des
großen Migrationspotenzials eine Schlüsselrolle zu. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht; diese kann nicht nur von einer Seite erfolgen, sondern es müssen alle Länder der Welt etwas dazu beitragen, um die Situation zu meistern. Es ist daher erforderlich, dass Europa und Afrika in einen neuen Dialog über Flucht und Migration treten. Aber wir müssen die Gründe des Flüchtlingszustroms und die Flüchtlingssituation auch verstehen, um die Migrationskrise zu erleichtern, denn nur wenn ein Problem von der Ursache her angegangen wird, kann in Bezug auf die Auswirkungen richtig agiert werden.
Für diese Präsentation habe ich mich als ein Nigerianer und Afrikaner dazu entschlossen, die Migrationskrise auf der Grundlage meiner direkten Erfahrung mit der Situation in Nigeria zu betrachten, von der ich glaube, dass sie die Menschen dazu bringt, um das Überleben kämpfen zu müssen.
 
Zum Vortragenden:
Richard Uche Ozoude stammt aus Nigeria, aus der Stadt Enugu im Südosten des Landes, und wurde am 14.01.1980 geboren. Er hat in Nigeria Philosophie und Theologie studiert und wurde in der Diözese Enugu zum Priester geweiht. Auf Grund der Beziehungen zwischen seiner Heimatdiözese und der Diözese Linz ist er vor fünf Jahren nach Österreich gekommen, um in den Pfarren als Seelsorger auszuhelfen und zu studieren.
„Vorher konnte ich kein deutsches Wort, weder sprechen noch verstehen, und so machte ich einen Deutschkurs und den Führerschein hier in Österreich“, sagt er. In Österreich hat er auch ein Masterstudium im Bereich des Informationsanagements und E-Learning gemacht. Momentan darf er in der Basilika Pfarre Mondsee als Kaplan wirken und mitarbeiten.