Jour fixe des Instituts für die Erforschung der Frühen Neuzeit in Kooperation mit Geschichte am Mittwoch
Daniel Haberler-Maier (Wien/Krems): Hainburg, „die Türken“ und das Jahr 1683. Präzisierungen und Korrekturen zu einem alten Mythos
Moderation: Peter Rauscher
PRÄSENZVERANSTALTUNG
Abstract:
Ein einschneidendes Ereignis, wie es die Zerstörung Hainburgs durch das Osmanische Heer im Juli 1683 zweifelsohne war, ist ein solider Nährboden für über Jahrhunderte wuchernde Mythen. Auf lokalpolitischer, katholischer und nationalistischer Ebene institutionalisierte sich die Belagerung als Eckpfeiler der Erinnerungskultur und der regionalen Identität. Erzählungen über 8.423 Opfer und einen hüfthohen Blutsee dürfen mit kritischem Blick auf die spärlich überlieferten Quellen hinterfragt werden, ohne die tatsächlichen Ereignisse, die Toten und das Leid in der Bevölkerung zu relativieren oder herabzuwürdigen.
Zum Vortragenden:
Daniel Haberler-Maier BA MA, Archivar und Historiker, Leiter des Stadtarchivs Krems. Studium der Geschichte sowie der Historischen Hilfswissenschaften und Archivwissenschaft an der Universität Wien, Lehrbeauftragter im Masterstudium Historische Hilfswissenschaften und Archivwissenschaft an der Universität Wien. Forschungsschwerpunkte in der Stadt- und Regionalgeschichte mit Publikationen besonders zu Krems und Stein, Hainburg und Wien.
Rückfragen: martina.fuchs@univie.ac.at
