Institut für Geschichte - Wir über uns


Das Institut für Geschichte ist eines der größten historischen Institute in Europa. Unterstützt von 16 administrativen und 18 studentischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gewährleisten rund 30 am Institut beschäftige bzw. dem Institut zugeordnete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, 16 zeitlich befristete Post- und Praedocs, 15 externe Dozentinnen und Dozenten sowie ca. 80 Lehrbeauftragte eine Vielfalt an Themenfeldern und methodischen sowie theoretischen Zugängen. Das Institut deckt einen großen Anteil der Lehre in den Studien der Geschichte (mit ca. 6.000 Studierenden) ab und trägt damit zu einem sowohl qualitativ wie auch quantitativ außerordentlich vielfältigen Lehrangebot bei.

Das Institut für Geschichte ist zugleich eines der drittmittelstärksten Institute der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien. Durch die erfolgreiche Einwerbung von Drittmittelprojekten bietet das Institut derzeit ca. 30 exzellenten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern einen zeitlich befristeten Arbeitsplatz und Kommunikationsort.

Das Institut für Geschichte verfügt über eine lange Tradition. 1872 als Historisches Seminar durch die Teilung des 1849/50 gegründeten Philologisch-Historischen Seminars entstanden, wurde es 1955 in Historisches Institut und 1979 in Institut für Geschichte umbenannt. Institutionell ist das Institut für Geschichte eng mit dem 1854 als Forschungsinstitut gegründeten Institut für Österreichische Geschichtsforschung (IÖG) verbunden, dessen Mitglieder in der Lehre dem Institut für Geschichte zugeordnet sind.

Das Institut für Geschichte vermittelt Studierenden wie auch einer interessierten Öffentlichkeit gesellschaftlich relevante aktuelle Inhalte und historische Zusammenhänge. Es versteht Wissenschaft als Bestandteil der Gesellschaft und als Form kulturellen, politischen sowie sozialen Handelns und ist bestrebt, Bewusstsein für die Bedeutung historischer Forschung in der Gesellschaft zu schaffen. Großer Wert wird auf die forschungsgeleitete Lehre sowie die Vermittlung von Forschungsergebnissen an eine breite Öffentlichkeit gelegt.

Forschung

Der Arkadenhof im Hauptgebäude der Universität Wien

(Copyright: Universität Wien)

Das Institut für Geschichte beschäftigt sich inter- und transdisziplinär mit Forschung und Lehre vom Frühen Mittelalter bis zur Gegenwart. Die Forschungsschwerpunkte des Instituts werden jeweils von mehreren Forschenden getragen, verstehen sich als Bündelung von verschiedenen theoretischen, konzeptuellen, methodischen und inhaltlichen Zugängen zur Geschichtswissenschaft und sind innerhalb des Instituts, der Fakultät sowie der Universität epochenübergreifend miteinander vernetzt.

Zu den Forschungsschwerpunkten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen:

  • in zeitlicher Hinsicht: die mittelalterliche, frühneuzeitliche, neuere und neueste Geschichte, insbesondere Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit
  • in räumlicher Hinsicht: Österreichische Geschichte, Geschichte der Habsburgermonarchie, Geschichte des Heiligen Römischen Reiches, Europäische Geschichte, Transatlantische Geschichte und Geschichte der Amerikas, Regional- und Globalgeschichte
  • in aspektorientierter Hinsicht: Frauen- und Geschlechtergeschichte (Sammlung Frauennachlässe), Geschichte der internationalen Beziehungen und der Menschenrechte, Kirchen- und Religionsgeschichte, Kriminalitäts- und Mikrogeschichte, Politik-, Sozial-, Medien- und Kulturgeschichte, Militär-, Politik-, Rechts- und Verwaltungsgeschichte, Wissenschaftsgeschichte und Geschichte der Wissenskulturen in methodischer und theoretischer Hinsicht: Theorien der Geschichtswissenschaften, Digital Humanities, e-Learning, Geschichtsdidaktik, Geschichte und Theorie von Medienkulturen, Historische Hilfswissenschaften und Quelleneditionen

Diese Vielfalt an Forschungsfeldern bietet nicht nur zahlreiche Anbindungsmöglichkeiten an disziplinäre wie transdisziplinäre internationale Forschungsverbünde, sondern eröffnet auch den Raum für neue Fragestellungen sowie neue Perspektiven auf Vergangenheit und Gegenwart. Das Institut für Geschichte trägt wesentlich zu den Forschungsschwerpunkten der Fakultät in den entsprechenden Themenbereichen bei.

Kooperationen

Rund 100 internationale Kooperationen binden das Institut für Geschichte in die europäische und internationale Forschungslandschaft ein. Diese Vernetzungen kommen auch in einer Vielzahl an Workshops, Tagungen, Publikationen, Vortragsreihen und Einladungen von Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern zum Ausdruck. Angehörige des Instituts sind an der Herausgabe zahlreicher Fachzeitschriften beteiligt, sind Mitglieder in internationalen Vereinen, wissenschaftlichen Beiräten und Akademien. Für ihre Forschungen erhielten sie eine Vielzahl wissenschaftlicher Preise und Auszeichnungen wie z. B. Ehrendoktorate anderer Universitäten.

Lehre

Das Audimax der Universität Wien (Copyright: Universität Wien)

Die Mitglieder des Instituts für Geschichte gewährleisten die Vielfalt der an der Universität Wien angebotenen Lehre in den historischen Fächern. Sie betreuen die Qualifikationsarbeiten von vielen Studierenden in den verschiedenen BA-, Master-, Doktorats- und Lehramtsstudiengängen. Mit ihrem Angebot an englischen Lehrveranstaltungen sowie den zahlreichen Erasmusabkommen mit anderen Universitäten tragen sie dazu bei, die Geschichtswissenschaften an der Universität Wien zu einem attraktiven Standort für Studierende verschiedenster Herkunftsländer zu machen.

Zusätzlich ist das Institut für Geschichte an zwei internationalen Masterprogrammen, einem interdisziplinären Masterprogramm sowie einem interdisziplinären Lehrgang der Universität Wien beteiligt:

  • Erasmus Mundus Master Programme Global Studies - a European Perspective
  • Matilda – European Master in Women's and Gender History
  • Master in History and Philosophy of Science (gemeinsam mit dem Institut für Philosophie)

Nachwuchsförderung

Die Doktorandinnen und Doktoranden sowie Absolventinnen und Absolventen des Instituts sind bemerkenswert erfolgreich bei der Einwerbung von Stipendien – von Uni:docs über Marietta Blau-Stipendien des BMWFW bis zu doc- und doc-team Stipendien der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW); von Herta Firnberg-Stipendien des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung bis zu Apart-Stipendien der ÖAW. Ihre Qualifikationsarbeiten werden zudem überdurchschnittlich oft mit Wissenschaftspreisen ausgezeichnet.