Vortrag bei GAM, 10. Jänner 2018

Elisabeth Röhrlich (Wien): Die UNO-City: Zur lokalen und globalen Geschichte der internationalen Organisationen in Wien

Elisabeth Röhrlich (Wien): Die UNO-City: Zur lokalen und globalen Geschichte der internationalen Organisationen in Wien

Moderation: Thomas Angerer

Abstract:

Der Institutionengeschichte haftet oft der Ruf des Altbackenen an: vielen gilt sie als langweilige, wenig innovative Auseinandersetzung mit Geschichte. Methodisch spannende Arbeiten zu internationalen Organisationen kamen lange Zeit überwiegend eher aus den Politikwissenschaften als aus den historischen Disziplinen. Dies hat sich in den letzten Jahren jedoch deutlich geändert: Sowohl von der Globalgeschichte als auch von der Internationalen Geschichte gehen inzwischen wichtige Impulse zur Erforschung internationaler Organisationen nach 1945 aus. Der Vortrag knüpft an diese Forschungstrends an und fragt nach ihrer Anwendbarkeit für das Wiener Beispiel. 1980 wurde Wien zum dritten Amtssitz der Vereinten Nationen – bereits zuvor waren mit der International Atomic Energy Agency (IAEA, seit 1957) und der United Nations Industrial Development Organization (UNIDO, seit 1967) Organisationen aus dem UN-System in Wien ansässig. Auf Basis neu für die Forschung zugänglicher Akten sowie Oral-History-Interviews widmet sich der Vortrag der Geschichte der internationalen Organisationen in Wien und blickt dabei insbesondere auf die Wechselwirkungen zwischen lokalen und globalen Entwicklungen.

Zur Vortagenden:

Elisabeth Röhrlich ist Universitätsassistentin am Institut für Geschichte der Universität Wien (Laufbahnstelle). Sie promovierte 2009 an der Universität Tübingen mit einer Arbeit über Bruno Kreisky und war danach Fellow an unterschiedlichen Forschungsinstitutionen im Ausland, u.a. dem German Historical Institute, dem Wilson Center (beide Washington, D.C) und der Monash University (Johannesburg).